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Indien erkennt drittes Geschlecht an

Am 15, April hat der obrerste Indische Gerichtshof ein Gesetz verabschiedet das es möglich macht, in Reisepässen und Führerscheinen ein drittes Geschlecht einzutragen. Desweiteren ordnete das Gericht an, Quoten für die Arbeitwelt und Universitäten für das dritte Geschlecht zu erlassen. Damit hat eines konservativesten Länder der Erde einen wichtigen Schritt getan Transgendern gesellschaftliche Anerkennung zuteil werden zu lassen. 

Das dritte Geschlecht wird nur wenigen Ländern anerkannt, wie etwa seit 2008 in Nepal und 2011 in Australien.

Während in Indien das Leben zwischen den Geschlechtern eine lange Tradition hat, erfahren Transsexuelle in Deutschland so gut wie gar keine gesellschaftliche Anerkennung. Entscheidet sich ein Mensch in Deutschland, sein äußeres Geschlecht dem als zugehörig empfundenen anzugleichen, sich zu outen und in den Alltagstest zu gehen, werden Prozesse in Gang gesetzt die einem Sprung aus einem Flugzeug ohne Fallschirm gleich kommen. Das erste was passiert ist, daß sich Freunde und Familie von einem lossagen. Sollte der Arbeitgeber die betroffene Person nicht sofort entlassen, bricht in der Regel eine Mobbing- und Schmutzkampagne los. Das Ergebinis sind Arbeitslosigkeit, Hartz- IV, Armut, Diskriminierung am Arbeitsmarkt und soziale Isolation. Ofmals bleibt den betroffenen als einziger Ausweg nur die Prostitution, zum bestreiten des Lebensunterhalts. Pöbeleien, sowie körperliche Gewalt gehören zu traurigen Alltag vieler Transsexueller in Deutschland. Auch in Homo- normativen Zusammenhängen ist Diskriminierung von Transsexuellen an der Tagesordnung. So gibt es in queer- feninistischen Kreisen Hetztkampagnen gegen lesbische Trans- Frauen und Trans- Männer, deren O- Ton nicht weit von der Rethorik des Nazi- Hetzblattes „Der Stürmer“ entfernt ist.

In Deutschland leben etwa 30 000 Transsexuelle und wir fordern die volle Anerkennung unserer Menschenrechte. Es ist an der Zeit daß sich unsere Gesellschaft ein für alle Mal von dem Adam und Eva- Fortpflanzungsbiologismus verabschiedet. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung sind wir keine druchgeknallten Paradiesvögel, sondern Menschen die im falschen Körper geboren wurden, Menschen die verzweifelt um einen Platz in dieser Gesellschaft kämpfen und diese aktiv mitgestallten wollen.

Gesetzesänderungen nach dem Vorbild Indiens sind hier in Deutschland längst überfällig!